Über das Projekt

Auf diesem Wiki können die Ergebnisse des transdisziplinären Forschungsprojektes „Nachhaltige Kommunalentwicklung in den Biosphärenreservaten der Metropolregion Hamburg“ eingesehen werden. Dieses wird durchgeführt im Rahmen des zweiten und dritten Semesters des Masterstudiengangs Nachhaltigkeitswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg. 17 Studierende arbeiten gemeinsam mit drei Dozierenden an dem Verständnis einer zukünftigen Modellregion von Nachhaltiger Entwicklung. Das Projekt ist in die drei Hauptthemenbereiche Hier Leben-Räume der Begegnung, Hier Arbeiten und Grüne Zukunft sowie in die Querschnittsthemen Jugendpartizipation und Akteur*innen und Netzwerke gegliedert. Dabei wird auf gegebener Informationsbasis der abgegrenzten Region aufgebaut, um diese mit theoretischen wissenschaftlichen Aspekten einer nachhaltigen Kommunalentwicklung zu verknüpfen. Das Ziel ist es, langfristige Entwicklungspotenziale im Rahmen einer Nachhaltigen Entwicklung für die Region aufzuzeigen.

Das genannte Forschungsprojekt ist zudem eingebettet in ein übergeordnetes, dreijähriges Leitprojekt der MRH mit dem Namen „Bio.re.na – Nachhaltige Regionalentwicklung in der Biosphärenregion Elbe-Schaalsee“. Bio.re.na steht für Biosphäre.regional.nachhaltig, was die zentralen Inhalte des Projektes, nämlich Regionalität und Nachhaltigkeit in der Biosphärenregion, widerspiegelt. Das Leitprojekt ist aufgeteilt in die drei Teilprojekte Landwirtschaft, Tourismus/Mobilität sowie Kommunalentwicklung. Das Leitprojekt findet in Kooperation mit den Biosphärenreservats-Verwaltungen, Kommunen, Landkreisen sowie einer Vielzahl weitere Praxispartner*innen vor Ort statt und soll voraussichtlich im Frühjahr 2021 starten.

Die folgende Grafik verdeutlicht den Aufbau des Leitprojektes, bzw. die Einbettung des TD-Projektes in das Gesamtprojekt:

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Einbettung des TD-Forschungsprojekts in das Gesamtprojekt

Was ist ein Wiki?

Ein Wiki ist ein Internet-Lexikon, auf dem Wissen gemeinschaftlich gesammelt und anschaulich dargestellt wird. Die Benutzer*innen können Änderungen anmerken und Beiträge selbstständig anpassen. Ein Wiki beinhaltet meist keine nüchterne Darstellung von Informationen, sondern wird mit Fotos und weiteren Medien ergänzt. Das wohl bekannteste Wiki ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die jedoch nur eine bestimmte Umsetzungsart eines Wikis darstellt. Weitere beliebte Formen stellen sogenannte „Fan-Wikis“ oder Stadtwikis dar.

 Wusstest du, dass „Wiki“ hawaiisch ist und so etwas wie „schnell“ bedeutet?

Was ist Transdisziplinarität?

Ein transdisziplinäres Forschungsprojekt zielt auf eine kollaborative Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen und Praxisakteur*innen ab. Die (wissenschaftlichen) Fragestellungen ergeben sich aus relevanten, realweltlichen Problemen, insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit, für die in einem schrittweisen Prozess Antworten gesucht werden. Dabei wird sowohl auf wissenschaftliche als auch auf gesellschaftliche Informationsquellen und Erfahrungen zurückgegriffen, um lösungsortientiertes Wissen für beide Bereiche zu generieren. Eine Kernanforderung des transdisziplinären Arbeitens ist nicht nur die Einbeziehung von nicht-wissenschaftlichen Akteur*innen, sondern ebenfalls die Integration verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen.

Abbildung 2: Der transdisziplinäre Forschungsprozess (eigene Darstellung in Anlehnung an Institut für sozial-ökologische Forschung, o.D.)

Förtsch, F., & Müller, M. (2015). Wissensmanagement. Wiesbaden: Kommunal-und Schul-Verlag GmbH & Co. KG.

Institut für sozial-ökologische Forschung (o.D.). Transdisziplinär forschen. Zuletzt zugegriffen am: 16.08.2020. [https://www.isoe.de/forschung/transdisziplinaer-forschen/]

Lang, D.J. et al., 2012. Transdisciplinary research in sustainability science: Practice, principles, and challenges. Sustainability Science, 7(SUPPL. 1), pp.25–43.

Raczkowski, F. (2012). Von fiktiven Enzyklopädien und realen Datenbanken–die Ästhetik von Fan-Wikis. Sortieren, Sammeln, Suchen, Spielen. Die Datenbank als mediale Praxis, 209.

Schäpke, N., Stelzer, F., Bergmann, M., Singer-Brodowski, M., Wanner, M., Caniglia, G., & Lang, D. J. (2017). Reallabore im Kontext transformativer Forschung: Ansatzpunkte zur Konzeption und Einbettung in den internationalen Forschungsstand. IETSR discussion papers in transdisciplinary sustainability research.