Deltagrün Architektur

Was hat Bauen und Beton mit Klimawandel zu tun? Viel, denn laut des IPCC Berichts werden durch den Kalkabbau 1.352 Gt CO2 verursacht und gut nochmal so viel durch dessen Verarbeitung. Die Firma Deltagrün Architektur zeigt, dass auf diese klimaschädlichen Baustoffe verzichtet werden kann. Sie bauen Gebäude aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen wie Stroh, Holz oder Lehm und haben sich nachhaltiges Bauen zur Passion gemacht.

Nachhaltiges Bauen, Forst- & Holzwirtschaft

Niedersachen, Landkreis Lüneburg, 21337 Lüneburg

Bauen mit Stroh

Bauen mit Stroh ist keine neue Erfindung. Bereits im 19. Jahrhundert haben Siedler in Nebraska (USA) Gebäude aus Heuballen gebaut, das Wissen darüber geriet jedoch in Vergessenheit. Deltagrün Architektur baut seit 15 Jahren Gebäude aus nachwachsenden Materialien, die sie vor Ort beziehen. Dadurch unterstützen sie eine regionale Kreislaufwirtschaft [interner Link zu Kreislaufwirtschaft]. Die modernen Strohgebäude sind umweltfreundlich und komfortable. Sie werden unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht, was abgeschlossene Projekte zeigen. Sie umfassen (Mehr-)Familienhäuser, Gemeinschaftswohnhäuser aber auch ein fünfgeschossiges Bürogebäude. Die Entstehung dieses fünfgeschossigen Bürogebäudes in Verden kann auch in dem Film Moderner Strohballenbau 2 miterlebt werden.

Klimafreundlich bauen

Herkömmliche Bauweisen zeichnen sich durch einen Verbrauch nicht-nachwachsender Rohstoffe aus, deren Herstellung energieintensiv ist. Die Strohbauweise nutzt nachwachsende Rohstoffe und trägt damit zum Klimaschutz bei. Die verwendeten Materialien Stroh und Holz speichern während der Wachstumsphase CO2 und entziehen ihn damit der Atmosphäre. Zusätzlich wird in der Herstellung von Strohballen im Vergleich zu herkömmlichen Dämm- und Baumaterialien weniger CO2 freigesetzt. Durch die guten Dämmeigenschaften von Stroh wird ab 35 cm Wandstärke Passivhausstandart erreicht, wodurch auch während der Nutzung weniger CO2 ausgestoßen wird.

Ökologische Kreisläufe schließen

Stroh ist ein günstiger Rohstoff und kann unter Anleitung durch Fachpersonal auch im Eigenbau verwendet werden, wodurch der Preis des Gebäudebaus gesenkt werden kann. Die Besonderheit von Stroh besteht darin, dass es ein jährlich anfallendes Nebenprodukt des Getreideanbaus ist. Somit ist es kein Hightech-Material, das eines energie- und wissensintensiven Fertigungsprozesses bedarf. Es besteht durch die Verwendung von Stroh keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Stroh, Holz und Lehm können außerdem nach der Nutzung des Gebäudes kompostiert werden, wodurch ökologische Kreisläufe geschlossen werden können.

Vorteile des Bauens mit Stroh

  • Gebäude aus nachwachsenden und kompostierbaren Materialien
  • Klimaschutz durch geringen Primärenergiebedarf
  • Schadstofffreies Wohnen

Das Wissen über die Bauweise mit Stroh wird in Workshops und Vorträgen weitergegeben. Mehrere Filme dokumentieren den Bau von Gebäuden aus Stroh, Holz und Lehm.

Gebäude aus nachwachsenden Materialien

Stroh als landwirtschaftliches Nebenprodukt

Kooperationen

Film Haus aus Stroh von Michael Würfel [https://youtu.be/vHhUJpyMRb4]

Film Moderner Stohballenbau von Heidi Malcolm St. Julian Bown [https://youtu.be/oMLu3PaK3qo]

Weitere Informationen

Deltagrün Architektur [http://www.deltagruen.de/]

Quellennachweise

Baustroh GmbH (2020). ↗Startseite. Zuletzt aufgerufen am 04.08.2020. [https://baustroh.de/]

Deltagrün Architektur (2020). ↗Unternehmenswebseite. Zuletzt aufgerufen am 04.08.2020. [http://www.deltagruen.de/]

Fischedick M., Roy, J., Abdel-Aziz A., Acquaye A., Allwood J. M., Ceron J.P., Geng, Y., Kheshgi, H., Lanza A., Perczyk D., Price, L, Santalla E., Sheinbaum C., and Tanaka K. (2014). In: Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change. Contribution of Working Group III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [O. Edenhofer, , R. Pichs-Madruga, Y. Sokona, E. Farahani, S. Kadner, K. Seyboth, A. Adler, I. Baum, S. Brunner, P. Eickemeier, B. Kriemann, J. Savolainen, S. Schlömer, C. von Stechow, T. Zwickel and J.C. Minx (eds.)]. Cambridge Cambridge University Press.

Rupp, J., Bluhm, H., Hirschl, B., Grundmann, P., Meyer-Aurich, A., Huwe, V., Luxen, P. (2020). Nachhaltige Bioökonomie in Brandenburg Biobasierte Wertschöpfung regional und innovativ. Potsdam Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg 

3 N (2020). ↗Ein Haus aus Stroh Informationen über den Strohballenbau. Zuletzt aufgerufen am 04.08.2020. [https://www.3-n.info/media/4_Downloads/pdf_stfflNtz_Flyer_Strohballenbau.pdf]