Wohnen

Theoretischer Hintergrund

Ländliche Räume wurden lange Zeit im wissenschaftlichen Diskurs aber auch in der Öffentlichkeit als homogener Raum in Abgrenzung zur Stadt gesehen, welcher durch ein schlechteres Dienstleistungsangebot und unzureichende Infrastrukturausstattung mit Rückständigkeit gleichgesetzt wurde. Darüber hinaus wurden die ländlichen Räume als Orte unberührter Natur mit geringer Umweltverschmutzung romantisiert. Im neueren Diskurs macht dieser Vorstellung immer mehr ein Bild der Vielfalt ländlicher Räume Platz.

Zur Abgrenzung und Typisierung ländlicher Räume können die Thünen-Typen genutzt werden, welche mit den Dimensionen „Ländlichkeit“ und „sozioökonomische Lage“ die deutschen Kreisregionen in 5 Typen einordnen. Auf Grundlage der fünf Indikatoren Siedlungsdichte, Anteil der land- und forstwirtschaftlichen Fläche, Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser, Bevölkerungszahl im Umkreis besiedelter Flächen und Entfernung zu großen Zentren werden die siedlungsstrukturellen Merkmale der Regionen gemessen. Somit werden die Landkreise Lüneburg und Herzogtum Lauenburg, welche sich am Rande der Großstadtregion Hamburg befinden, als „eher ländlich“ eingeordnet, während Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und Lüchow-Dannenberg der Kategorie „sehr ländlich“ zugeordnet werden. Die sozioökonomische Lage aller fünf Landkreise wird als weniger gut eingeordnet und wurde anhand von neun Indikatoren aus den Bereichen öffentliche Finanzen, Einkommen, Gesundheit, Bildung und Arbeitslosigkeit ermittelt. Somit ergibt sich laut Bertelsmann-Stiftung auf Grundlage der Zensus-Daten von 2011 der Thünen-Typ 4 für die Landkreise Lüneburg und Herzogtum Lauenburg und der Thünen-Typ 1 für die Landkreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und Lüchow-Dannenberg.

Hierbei sollte berücksichtigt werden, dass die Kreisregionen meist aus sehr unterschiedlichen Teilregionen bestehen, was besonders bei den Gebieten der Biosphärenreservaten relevant ist, da diese meist nur einen kleinen Teil der Kreisregionen ausmachen und hier eine spezifische Raum- und Siedlungsstruktur aufweisen und sich auch hinsichtlich der Wirtschaft, des Arbeitsmarkts, der sozialen Infrastruktur und der Umweltsituation vom restlichen Kreisgebiet unterscheiden. Wo möglich wird deshalb auf Daten auf (Samt-)Gemeindeebene zurückgegriffen.

Als ländlich geprägte und dünn besiedelte Modellregion haben die Landkreise ähnliche Herausforderungen wie viele ländliche Räume in Deutschland. Dazu gehören der demografische Wandel, eine Abnahme der Bevölkerungszahl und eine Überalterung der Gesellschaft, sowie besonders die Abnahme der Erwerbsbevölkerung zwischen 25 und 44 Jahren. Dieser strukturelle Wandel in den ländlichen Räumen führt zu Problemen hinsichtlich der öffentlichen und privaten Daseinsvorsorge. Im folgenden Abschnitt wird anhand von unterschiedlichen demografischen und strukturellen Daten gezeigt, wie sich diese Herausforderungen bereits in der Modellregion darstellen.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Landkreise im Vergleich

Unabhängig vom Landkreis findet das Wohnen in den Biosphärenreservaten hauptsächlich in dörflichen Strukturen sowie in einigen Landstädten und den sechs Kleinstädten Bleckede, Boizenburg, Dannenberg, Gadebusch, Hagenow und Lauenburg statt. Kleinstädte wurden hier anhand der Definition von 1887 von mindestens 5.000 und unter 20.000 Einwohnern definiert mit Bevölkerungsdaten von 2008. Vor diesem Hintergrund müssen die Herausforderungen und Chancen für die Entwicklung der Biosphärenreservate gesehen werden. 

Um genauer auf die Situation in den Landkreisen und Gemeinden einzugehen, wurden Daten zu den Indikatoren Bevölkerungsdichte, Bevölkerungsentwicklung, Altersstruktur sowie Leerstand ausgewertet.

Grafik 1: Bevölkerungsdichte in der Modellregion (Eigene Darstellung, Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Stand: 2019)

Wie in der Karte zu erkennen, ist ein Großteil der Modellregion sehr dünn besiedelt mit weniger als 30 Einwohnern pro km², besonders Dechow (12 Einw./km²) und  Belsch (10 Einw./km²) im Amt Hagenow-Land sind hiervon betroffen. Ausnahmen sind Hohnstorf (235 Einw./km²), Stadt Boitzenburg (226 Einw./km²), Lauenburg (1197 Einw./km²), Geesthacht (919 Einw./km²).

Die Handlungsfelder für den Bereich Wohnen

Die Zahlen aus dem vorherigen Kapitel gemeinsam mit dem regionalen Entwicklungskonzept Elbtalaue (2014) und der Strategie für lokale Entwicklung Mecklenburger Schaalseeregion – Biosphärenreservatsregion (2018) bieten unter Berücksichtigung der Entwicklungskonzepte der Landkreise eine gute Grundlage für die Handlungsfelder und -empfehlungen für eine nachhaltige Kommunalentwicklung im Bereich Wohnen. Grundsätzlich gibt es viele Überschneidungspunkte bei den Zielen und Schwerpunkten der Landkreise der Modellregion, mit einigen Anpassungen an die regionalen Gegebenheiten. Zur attraktiveren Gestaltung der Modellregion als Wohnstandort sind Schwerpunkte auf die Ortskernentwicklung und Daseinsvorsorge zu legen. Hier geht es besonders um Themen wie die Sicherung der Nahversorgung und sozialen Infrastruktur, nachhaltige Mobilitätsangebote und den Ausbau von Breitbandinfrastruktur.

Im Folgenden werden sechs (städte-)bauliche Ansätze vorgestellt.

Die städtebauliche Strategie „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ verfolgt den Ansatz, zukünftigen Flächenbedarf durch innerörtliche, bereits erschlossene Grundstücke zu decken und somit Neubaugebiete „auf der grünen Wiese“ zu vermeiden. Dadurch soll der Verfall der Ortskerne vermieden, die Verbindung der Menschen zum Ort gestärkt, eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt und zusätzliche steuerliche Lasten aufgrund von höheren Infrastrukturmaßnahmen reduziert werden. Besonders Maßnahmen zum Erhalt und zur nachhaltigen Nutzung von ortsbildprägenden Gebäuden sowie der Belebung der Ortskerne durch Schaffung von Begegnungsräumen für alle Generationen, wie sie in den Entwicklungskonzepten aus der Modellregion gefordert werden, sind hier wichtig.

Im Interesse einer nachhaltigen Energieversorgung und aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes sollte auf eine energetische Sanierung des Gebäudebestandes und damit eine effiziente Ressourcenverwendung sowie auf den Einsatz von regenerativen Energien gesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken und die Erneuerung von Fenstern, Außentüren, Heizungs- und Lüftungsanlagen. Dabei können auch Energiekonzepte für Dörfer oder Dorfteile eine Rolle spielen.

Ursachen für strukturellen Leerstand in den ländlichen Regionen sind besonders demographische Veränderungen, eine Veränderung der Nachfrage nach bestimmten Wohnungsarten sowie Abwanderung aufgrund von fehlenden Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Um Leerstände zu vermeiden und wiederzubeleben, muss zunächst ermittelt werden, welche Baulücken und Leerstände existieren und auch wo Leerstandsbedrohung besteht. In der Potenzialanalyse und Entwicklungskonzept  für die Gemeinde Neuhaus (2016), wird hierzu die Einrichtung eines „Baulücken- und Leerstandskataster“ als Planungsgrundlage vorgeschlagen. Mit diesen Daten können dann Strategien entwickelt werden, wie zum Beispiel durch die energetische Sanierung von Gebäuden und Anpassung an eine veränderte Nachfrage hin zu kleineren, barrierefreien Wohnungen für Ältere und Hochbetagte Leerstände bewältigt werden können. Besonders in den oben genannten Gemeinden mit einer hohen Leerstandsquote sollte hier angesetzt werden.

Wohnprojekte haben zum Ziel eine Alternative zum Leben im Familienverbund zu bieten und können damit einen wichtigen Beitrag zur nachbarschaftlichen Einbindung und Vernetzung bieten. Auffällig ist, dass diese Wohnform besonders von jungen Familien und älteren Menschen nachgefragt wird (Wonneberger, 2018).  Dabei können diese eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen annehmen, abhängig von den Intentionen ihrer Bewohner*innen. So entstanden die ersten Wohnprojekte als Gegenentwurf zur bürgerlichen Kleinfamilie, Wohnprojekte mit homogener Bevölkerungsstruktur beispielsweise für Frauen und Alleinerziehende sollen besonders auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sein und nach dem Motto „Nicht allein und nicht ins Heim“ kann eine Alternative für eine alternde Bevölkerung geschaffen werden. Gemeinsam ist ihnen, dass die (zukünftigen) Bewohner*innen bereits bei der Planung stark mit einbezogen werden und auch während der Nutzung ein Mitbestimmungsrecht haben. Die Zahl der Wohnprojekte steigt in den letzten Jahren exponentiell an und bietet besonders für den ländlichen Raum eine Alternative zu Neubaugebieten mit Einfamilienhäusern oder Altenpflegeheimen. Seit den 2000er Jahren liegt bei Wohnprojekten ein Fokus auf Mehrgenerationen-Wohnprojekten, wie sie auch in den Good-Practice-Beispielen aus der Region vorgestellt werden. Eine Karte mit Wohnprojekten aus ganz Deutschland kann auf der Seite des Leibniz-Institut für Länderkunde  abgerufen werden.

Während Leerstand meist offensichtlich ist und somit eine höhere Dringlichkeit erzeugt wird, ist die Unterbelegung von Einfamilienhäusern schwieriger fassbar und ohne konkrete Zahlen untermauert, spiegeln sich aber in der seit Jahren kontinuierlich ansteigenden Wohnfläche pro Kopf wider. Die Unterbelegung beschreibt den Zustand, der meist einsetzt, wenn das Einfamilienhaus, welches ausreichend Platz für Eltern und ihre Kinder bietet, nur noch von der Elterngeneration oder im Alter nur noch von einem Elternteil bewohnt wird. Die damit zusammenhängenden Herausforderungen sind Überforderung mit der Erhaltung von Haus und Garten, Vereinsamung sowie Armutsgefährdung. Meist tritt dieses Phänomen in Siedlungen mit einer homogenen Altersstruktur zeitgleich auf, weshalb dort besonders auch der Zusammenschluss mehrerer Nachbarhaushalte und die Vermietung oder der Verkauf der freiwerdenden Gebäude eine Möglichkeit darstellt (Lindenthal & Marz, 2017). Die Revitalisierung von Einfamilienhäusern durch eine gemeinwohlorientierte, gender- und altersgerechte Nachverdichtung kann Abhilfe schaffen und gleichzeitig den Personen die Möglichkeit geben in ihrem gewohnten Umfeld zu verbleiben. Die Besitz- und Wohnverhältnisse können hierbei unterschiedliche Formen annehmen, beispielsweise können zusätzliche Wohneinheiten im Einfamilienhaus geschaffen und vermietet werden oder eine Eigentümergemeinschaft gegründet und eine klassische Wohngemeinschaft bevorzugt werden.

Aufgrund des demographischen Wandels und einer immer älter werdenden Bevölkerung, spielt die Fragestellung, wie Wohnen im Alter gestaltet werden kann besonders auch in ländlichen Regionen eine zunehmend wichtigere Rolle. Hierbei sind Möglichkeiten mit unterschiedlichen Autonomiegraden zu entwickeln. Einerseits spielt in diesem Bereich die barrierefreie oder barrierearme Sanierung von Wohnungen und Häusern eine Rolle, andererseits die Möglichkeit des betreuten Wohnens oder der Umzug in Alten- oder Seniorenheimen. Letztere können nochmal unterschieden werden in Altenwohnheime, Altenheime und Altenpflegeheime. Eine Alternative stellen auch alternative Wohnprojekte dar. Auf Grundlage des Integriertes ländliches Entwicklungskonzept für den Landkreis Ludwigslust – Parchim, des regionalen Entwicklungskonzepts Elbtalaue und der Strategie für lokale Entwicklung Mecklenburger Schaalseeregion – Biosphärenreservatsregion lässt sich sagen, dass die Möglichkeiten des betreuten Wohnens und der Versorgung mit Pflegeeinrichtungen in der Modellregion grundsätzlich als gut zu bewerten ist, diese erhalten werden soll und auf die Entstehung kurzfristiger Bedarfe flexibel eingegangen werden sollte.

Good Practice Beispiele in der Region

Im Folgenden werden gute Beispiele aus der Region vorgestellt. Diese sind auch in der interaktiven Karte[Interner Link zur interaktiven Karte] zu finden. Dabei wurden einerseits Initiativen ausgewählt, die bei der nachhaltigen Entwicklung der Modellregion als Partner im Bereich Wohnen auftreten können und anderseits Wohnprojekte, welche mit ihrer Vorbildwirkung weitere Projekte inspirieren können.

Initativen in der Region

Initiativen im Bereich Wohnen bieten die Möglichkeit zum Informationsaustausch, zur Vernetzung und Unterstützung, welche besonders bei größeren Bauprojekten wichtige Faktoren des Gelingens sind. Diese Initiativen können institutionalisierte Ansprechpartner*innen sein, wiederkehrende Veranstaltungen wie Wohnprojekttage oder auch Unterstützungsprogramme der kommunalen und überregionalen Verwaltung. Exemplarisch werden hier zwei vorgestellt, weitere sind in der interaktiven Karte [Interner Link zur Interaktiven Karte] zu finden.

Interessenverband Wohnprojekte Schleswig-Holstein e.V. 

Der Interessenverband Wohnprojekte Schleswig-Holstein e.V. arbeitet ehrenamtlich und bietet Unterstützung für bestehende wie neu zugründende Gruppen an, die gemeinschaftliches Wohnen selbst organisieren und realisieren wollen. Dazu fördert er die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch in Schleswig-Holstein. Eine interaktive Karte auf der Internetseite zeigt die bestehenden Wohnprojekte. In Schleswig-Holstein sind Projekte in Mölln und Ratzeburg der Modellregion am nächsten. Außerdem kann nach Wohnangeboten gesucht werden.

NIEDERSACHSENBÜRO Neues Wohnen im Alter

Das NIEDERSACHSENBÜRO unterstützt Kommunen, Wohnungswirtschaft, Dienstleister, Initiativen und privat Interessierte darin, Beratungsangebote und Projekte zu entwickeln. Ziel ist es, älteren Menschen länger ein selbstständiges, selbstbestimmtes und sozial eingebundenes Wohnen im Alter zu ermöglichen.Themenschwerpunkte sind hierbei die bedarfsgerechte Weiterentwicklung vorhandener Wohnviertel, der Aufbau und die Weiterentwicklung von Wohnberatungsangeboten oder Informationsbüros, die zu allen Fragen rund um das Thema Wohnen im Alter beraten, die Weiterentwicklung des Wohnbestandes bzw. Wohnangebotes, die Förderung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten und Nachbarschaften und die Förderung von Selbsthilfepotenzialen und bürgerschaftlichem Engagement.

Wohnprojekte in der Region

Wohnprojekte können alle zuvor genannten (städte-)baulichen Aspekte von der Innenentwicklung bis zum Wohnen im Alter berücksichtigen, weshalb in diesem Abschnitt auf diese näher eingegangen werden soll. Soziale Innovationen in ländlichen Räumen, zu denen auch die hier vorgestellten Wohnprojekte gehören, benötigen Ideengeber*innen vor Ort, die die Innovationen vorantreiben. Diese Funktion kann von Bürgermeister*innen, kommunalpolitischen Planungs- und Verwaltungsinstanzen oder von Akteuren aus der Zivilgesellschaft übernommen werden. Hierbei bieten besonders auch Neu-Zugezogene das Potenzial neue Ideen in die Region einzubringen. Weitere Gelingfaktoren für soziale Innovationen in ländlichen Räumen sinddie Möglichkeit professioneller Beratung und der Zugang zu überregionalen Akteurs- und Ressourcennetzwerken, wie sie im vorherigen Abschnitt vorgestellt wurden (Schubert, 2018). Der Fokus wurde hier auf intergenerationale Projekte gelegt, welche meist auch unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten gebaut oder saniert wurden.

Hitzacker Dorf

Mit den Grundsätzen international, gemeinsam und ökologisch wollen die (zukünftigen) Bewohner des Hitzacker Dorf erforschen, wie ein gutes Leben auf dem Land in einem Europa der vielfältigen Kulturen aussehen kann.  Das Dorf soll Platz für 300 Menschen bieten und eine Perspektive für Leben und Arbeiten im ländlichen Raum schaffen.

Buchhorst Garten 

Die autofreie Siedlung Buchhorst Garten liegt in 800m Entfernung vom Gartower Ortskern. Die Anlage ist behinderten- und altengerecht, geplant ist auch die Einrichtung einer Pflegestation durch einen professionellen Träger in der Nähe. Die Baustoffe wurden und werden nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt und möglichst aus der Region beschafft. Durch die Beschäftigung lokaler Anbieter und Arbeitskräfte soll die lokale Wirtschaft gestärkt werden.

HOFLEBEN e.V. 

Das Wohnprojekt Hofleben – Lemgrabe besteht aus ungefähr 20 Wohnungen unterschiedlicher Größe für generationsübergreifende Wohnen auf einer großen Hofanlage. Der Hof befindet sich seit 1784 im Familienbesitz einer der heutigen Projektinitiator*innen. 2017 wurde der Verein Hofleben e.V. gegründet und ist heute Eigentümer des Grundstücks. Alle Wohnungseigentümer sind Vereinsmitglieder und entscheiden so gemeinsam darüber, wer in das Projekt aufgenommen wird. Außerdem betreibt der Verein eine solidarische Landwirtschaft zur Selbstversorgung.

Alter hat Zukunft eG i.G. 

Nach dem Konzept des Betreuten Wohnen baut die Genossenschaft altersgerechte und energieeffiziente Wohnungen und schafft diverse Angebote zur Beteiligung älterer Menschen am gemeinsamen Leben. Geplant sind 25 Wohneinheiten, 4 davon zusammengefasst in einer Senioren-WG. Außerdem soll es ein zentralesGemeinschaftshaus mit einem großen Versammlungsraum und Räumen, die für Physiotherapie oder Hausarzt-Besuche genutzt werden können, sowie eine Werkstatt geben. Ziel ist ein gesundes und klimaschonendes Leben durch die Bau-Prämissen: „barrierefrei“, „ökologisch“ und „aus Holz“.

Good Practice Beispiele außerhalb der Region

Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. 

Das Forum Gemeinschaftliches Wohnen hat sich zum Ziel gesetzt Kommunen, Privatpersonen und Investoren zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten zu beraten, Interessierte zu vernetzen und durch Vorträge, Workshops und Konferenzen zu informieren. Auf der Internetseite findet man außerdem eine Projektbörse, mit der Interessierte in den Kontakt mit Gleichgesinnten kommen können.

Bring together 

bring together ist eine Matching-Plattform und ein Netzwerk für gemeinschaftliche Wohnprojekte und Interessensgemeinschaften. Ziel ist es, dass die Nutzer*innen mit Menschen mit ähnlichen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen in Kontakt kommen können und so gemeinschaftlich Wohnprojekte umsetzen können.

LAG „Mecklenburger Schaalseeregion – Biosphärenreservatsregion“ (Hrsg.) (2018). Strategie für lokale Entwicklung Mecklenburger Schaalseeregion – Biosphärenreservatsregion .

Landkreis Ludwigslust-Parchim (Hrsg.) (2016).Integriertes ländliches Entwicklungskonzept des Landkreis Ludwigslust – Parchim.

Landkreis Lüneburg (Hrsg.) (2016). Potenzialanalyse und Entwicklungskonzept  für die Gemeinde Neuhaus.

LEADER-Geschäftsstelle der Region Elbtalaue (Hrsg.) (2014). Regionales Entwicklungskonzept Elbtalaue.

Lindenthal, J. & Mraz, G. (2017). Das Zukunftspotenzial von bestehenden Einfamilienhaus-Siedlungen im ländlichen Raum. Zeitschrift für Kulturwissenschaften11(1), 149-170.

Schubert, C. (2018). Soziale Innovationen im ländlichen Raum.  In Soziale Innovationen lokal gestalten (pp. 367-383). Springer VS, Wiesbaden.

Wonneberger, E. (2018). Neues Wohnen auf dem Land: demografischer Wandel und gemeinschaftliche Wohnformen im ländlichen Raum. Springer-Verlag.